Die Staufer

Das Geschlecht der Staufer prägte das europäische Mittelalter entscheidend.

Im Landkreis Göppingen begann die Geschichte der mächtigsten Dynastie des Hochmittelalters. Stammvater der Staufer war Graf Friedrich von Büren, der das Wäscherschloss errichtete, das als Wiege der Staufer gilt. Auf dem Hausberg der Stadt Göppingen, dem Hohenstaufen, stand einst die Stammburg der Staufer, welche um 1070 erbaut und im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. 

Vor allem zwei Staufer drückten dem Jahrhundert zwischen 1150 und 1250 ihren Stempel auf: Kaiser Barbarossa und sein Enkel Friedrich II. Die beiden gründeten Universitäten und Städte, schufen ein neues Rechtssystem und förderten die höfische Kultur. Als Herren des Heiligen Römischen Reiches herrschten sie über ein Gebiet, das sich von der heutigen dänischen Grenze bis Sizilien erstreckte.

Orte im Stauferland

Mit seiner markanten Kegelform bildet der Hohenstaufen das Wahrzeichen der Stadt Göppingen. Auf dem 684 m hohen Berg befindet sich die Ruine der Stammburg der Staufer.

Der Göppinger Hausberg gilt als das Zentrum des Stauferlandes, jener geschichtsträchtigen Region, in der das berühmte Kaisergeschlecht rund um Friedrich den Ersten, genannt Barbarossa, seinen Ursprung hat. Auf dem 684 m hohen Berg befindet sich die Ruine der Stammburg der Staufer, welche um 1070 erbaut wurde und im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. Von Kaiser Friedrich I. Barbarossa ist ein Aufenthalt „in castro stauff“ im Jahr 1181 urkundlich überliefert.

Vom Gipfel aus lässt sich ein fantastischer 360 Grad Blick über den gesamten Landkreis Göppingen genießen. Man blickt still ins schöne Stauferland, leiht sich kostenlos Audioguides aus, setzt sich auf eine der Liegewellen oder Baumelbänke und taucht in Mythen, Geschichten und Lieder rund um den Berg ein.

Die idyllische Landschaft rund um den Hohenstaufen bietet ideale Bedingungen für ausgedehnte Wanderungen und reizvolle Radtouren. Mit den sieben Göppinger Rundwanderwegen und den zwei, nach dem deutschen Wanderverband zertifizierten Löwenpfaden als Qualitätswanderwege, können Groß und Klein die wunderschöne Landschaft und die eindrucksvollen Aussichten rund um Göppingen erleben.

Wer nicht nur den einmaligen Blick vom 684 Meter hohen Gipfel des Hohenstaufens genießen, sondern auch mehr über seine bewegte Geschichte erfahren möchte, dem bietet die Stadt Göppingen von März bis November einmal im Monat die Gelegenheit, kostenlos und ohne Anmeldung an einer Führung teilzunehmen. Man trifft sich immer am ersten Sonntag des Monats um 14 Uhr an der Stauferstele auf der Ostseite des Bergplateaus. Für Interessierte gibt es anschließend auch noch die Möglichkeit zu einer Führung durch die Staufer-Ausstellung am Hohenstaufen.

Ein magischer Zeugenberg, eine mittelalterliche Burgruine, eine prächtige Wallfahrtskirche, ein eindrucksvoller Kreuzweg, der Rittersteig und herrliche Panoramarundblicke: All dies erwarten die Besucherinnen und Besucher auf dem Hohenrechberg.Malerisch am Nordrand der Schwäbischen Alb gelegen bildet er zusammen mit dem Stuifen und dem Hohenstaufen die weithin sichtbare Silhouette der Dreikaiserberge. Als typischer Zeugenberg hat er über 200 Millionen Jahre Erdgeschichte auf dem Buckel…
Die mittelalterliche Burgruine Hohenrechberg ragt stolz empor und erzählt spannende Geschichten aus der Zeit tapferer Ritter. Sie stellt seit 1179 neben der Wallfahrtskirche das Wahrzeichen des Gmünder Stadtteils Rechberg dar. Schon seit dem 15. Jahrhundert ist der Rechberg ein beliebter Wallfahrtsort – bis heute hat er nichts an Faszination und Anziehungskraft verloren.

Auch für Familien mit Kindern ist der Rechberg für einen abwechslungsreichen Ausflugstag wie geschaffen. Der „Rittersteig“ lädt zur Familien-Wandertour ein und sorgt für spannende Erlebnisse.

Nähere Infos gibt es unter:
www.schwaebisch-gmuend.de/familienausflug-hohenrechberg.html

 

Der Stuifen ist der dritte Fuß des Kaiserbergstativs. Einzig er wurde im Mittelalter nicht besiedelt. Allerdings bietet er mit einer Höhe von 757 Metern einen grandiosen Ausblick.

Die Geschichte vom Altertum bis in die Neuzeit lässt sich in Lorch nachspüren – und das in einer faszinierenden Dichte und räumlich eng beieinander. An der Deutschen Limesstraße gelegen, wird an den Verlauf des römischen Grenzwalls mit einem rekonstruierten römischen Wachturm erinnert. Hier verlief der obergermanisch-rätische Limes und schottete das römische Reich gegenüber den wilden Horden der Germanen ab.

Nur wenige Schritte entfernt befindet sich das Kloster Lorch. Das um 1100 erbaute Benediktinerkloster diente anderthalb Jahrhunderte lang als Grablege der Staufer. Die bekannteste Person, die hier ihre letzte Ruhe fand, war Irene Maria von Byzanz, Tochter des damaligen oströmischen Kaisers. Am Ende der Stauferzeit kam Lorch 1251 zu Württemberg. Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster geplündert und angezündet. 10 Jahre später hielt die Reformation Einzug in Lorch.
Neben einer Dauerausstellung zum Thema Staufer, erzählt das farbenprächtige Staufer-Rundbild des Künstlers Hans Kloss, lebendig und mit Humor gewürzt, die 160-jährige Geschichte des Herrschergeschlechts.
Nach viereinhalb Jahren Arbeit erfolgte die Fertigstellung des Rundgemäldes am 3. Mai 2002 zur 900-Jahr-Feier des ehemaligen Benediktinerklosters und Grablege der Staufer.
Kloster Lorch ist das kulturgeschichtliche Freizeiterlebnis für die ganze Familie sowie für Vereine, Reisegruppen oder Betriebsausflüge. Zahlreiche Führungen mit verschiedenen Themen werden dort angeboten. Dem Kloster ist die Staufer-Falknerei angegliedert, welche das ganze Jahr über Kinder und Erwachsene mit Vorführungen und Kursen in ihren Bann zieht.

Die Lorcher Innenstadt bietet mit dem historischen Stadtrundgang, der auch die Schillerhäuser und das Mörikehaus sowie eine Vielzahl von bedeutsamen Gebäuden beinhaltet, Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen und sich zu erholen.
Gaststätten und Cafés laden zum Verweilen ein.
An der Grenze zum Naturpark ‚Schwäbisch-Fränkischer Wald‘ gelegen, locken idyllische Wanderwege entlang historischer Strecken zur Erkundung von Landschaft und Geschichte, wie z.B. der „Königin-Irene-Gedächtnisweg“ der durch die Schelmenklinge zu den Mammutbäumen führt.

www.kloster-lorch.com
www.stauferfalknerei.de
www.stadt-lorch.de

 

Als pulsierendes Mittelzentrum zwischen Stuttgart und Ulm lädt die Stadt Göppingen mit seiner attraktiven Innenstadt, umrahmt von den Drei Kaiserbergen zum Bummeln und Verweilen ein. Die Göppinger Innenstadt wird durch die vielen, schönen, großen und kleinen Plätze geprägt. Egal ob Marktplatz, Schillerplatz, Schlossplatz, Kornhausplatz, Spitalplatz, Foggiaplatz,… – Dank des attraktiven gastronomischen Angebots und einer Vielzahl an tollen Veranstaltungen, sind die Göppinger Plätze zu wichtigen Begegnungsorten geworden.

Erlebe Stadtgeschichte
Von der historischen Stadtführung über szenische Führungen mit geschichtlichem Hintergrund bis hin zur E-Mobilitäts-Führungen oder geführte Rundgänge auf dem Hohenstaufen – wer sich der Geschichte der Hohenstaufenstadt und deren verschiedenen Schwerpunktthemen widmen möchte, kommt in Göppingen mit dem breitgefächerten thematischen Stadtführungsprogramm voll auf seine Kosten.
https://www.erlebe-dein-goeppingen.de/stadtfuehrungen

Es war eines der reichsten Klöster Württembergs, das Kloster Adelberg, das zu Zeiten Barbarossas von dem Orden der Prämonstratenser gegründet wurde. In seiner Blütezeit vor der Reformation zählten zehn Dörfer, 19 Weiler, 37 Höfe, 22 Mühlen und sage und schreibe 17 Pfarrkirchen dazu. Heute ist das Kloster reizvoll idyllisch für viele Ruhesuchende. In dem von Mauern umgebenen Klosterareal finden sich noch mehrere Klostergebäude, darunter die spätgotische Ulrichskapelle mit alten Fresken und dem original Hochaltar der Ulmer Schule.

Ausgesprochen pittoresk ragt das Schloss auf seinem Bergvorsprung oberhalb des Städtchens Weißenstein empor. Aufwändige Fresken und Figuren zieren die Schlosskapelle, ein überdachter Kirchgang führt direkt vom Schloss zur örtlichen Kirche. Die Wurzeln der ursprünglichen Ritter-Burg reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück, im 14. Jahrhundert kamen die Grafen von Rechberg in ihren Besitz. Sein heutiges Aussehen mit Staffelgiebeln, Türmen, Erkern und Galerien erhielt es zu Beginn des 17. Jahrhunderts.

Museum für Mikrofotografie – Reisen in fantastische Mikrowelten
1971 wurde das Schloss von der Familie Kage erworben und beherbergt heute neben dem Institut für wissenschaftliche Fotografie auch ein Museum für Mikrofotografie. Hier werden Mikrokosmen mit modernsten Mikroskopen in kunstvolle Fotografien und Filme verwandelt und dadurch jedem Menschen begreiflich gemacht. Regelmäßige Führungen werden angeboten.

Schloss Weißenstein
Schloss 1, 73111 Lauterstein
Telefon 07332 4317
www.schlossweissenstein.de

Die um das Jahr 1200 erbaute Burg gilt als die Wiege der Staufer und ist mit der fast 10 m hohen Mauer aus Buckelquadern ein typisches Beispiel für die damalige Baukunst. Sie gehörte allerdings „nur“ einer Dienstmannenfamilie der Staufer, die auf der nahegelegenen Kaiserburg auf dem Hohenstaufen wirkte.

Die Burg – heute genannt Wäscherschloß liegt mit 436 m Meereshöhe ca. 2 km von Wäschenbeuren über dem Beutental. Von hier aus hat man eine schöne Sicht auf die Drei-Kaiserberge, den Hohenstaufen, den Rechberg, den Stuifen und andere Berge der Schwäbischen Alb. Als eine der ältesten und besterhaltenen Anlage aus der Stauferzeit ist das Wäscherschloß im weiten Umkreis ein malerisches Beispiel staufischen Burgenbaus. Die von einem tiefen Wallgraben umgebene Burganlage hat eine Länge von 100 m und eine Breite von 75 m. An den rechteckigen Palas mit 3 m starker Schildmauer gegen Westen schließt sich östlich ein trapezförmiger Burghof an, welcher von der 2 m dicken und 10 m hohen Ringmauer umfriedet ist. Der Palas ist in Kellergewölbe, Erdgeschoß, 1. und 2. Obergeschoß, Dachgeschoß und Speicher gegliedert.

Schauräume, Führungen, Kinderprogramme und vielfältige Veranstaltungen rund um das Mittelalter bieten abwechslungsreiche Unterhaltungsmöglichkeiten, doch auch zahlreiche Waldwege laden zur Erkundung der Umgebung ein.

Die schöne Wäscherin
Friedrich Barbarossa, der legendäre Stauferkaiser, spielt in der Geschichte mit: Das sorgt schon mal für vornehmen Glanz. Er soll unterwegs vom Grab seiner Vorfahren in Kloster Lorch zum Hohenstaufen in Burg Wäscherschloss seine Liebe gefunden haben – eine schöne Wäscherin.

Weiterführende Informationen:
www.burg-waescherschloss.de

„Zwischen Himmel und Erde“

Schwäbisch Gmünd, die größte Stadt des Remstals, liegt malerisch am Fuße der Schwäbischen Alb und der Dreikaiserberge. Die Stadt hat einen ganz eigenen Puls, erzeugt durch die vielen Kirchen, Klöster und historischen Gebäude, die zahlreichen spirituellen Orte, die wunderschöne Landschaft und die besonderen Menschen, die hier heimisch wurden. Von den Römern und dem Mittelalter der Ritter und Burgen der Staufer über das pralle, lebensfrohe Barock, die Klassik bis hin zu einer modernen, kreativen und vibrierenden Stadt: Bauwerke aus acht Jahrhunderten prägen die historische Innenstadt, während der Marktplatz und der Münsterplatz zu den schönsten Plätzen in Süddeutschland zählen.

So gibt es vieles zu entdecken in dieser Stadt „zwischen Himmel und Erde“: Den Landschafts- und Familienpark „Himmelsgarten“ auf der Hochfläche bei Wetzgau zum Beispiel mit seinen vielen Möglichkeiten. Im Besuchergarten des Naturkosmetik- und Heilmittelherstellers Weleda kann man in Workshops seine eigene Creme-Kreation herstellen.

Vom Himmelsgarten führt der Weg direkt die „Himmelsleiter“ hinab, quer durch einen geheimnisvollen, jahrhundertealten Erholungswald, mit knorrigen Bäumen, einem Abenteuer-Waldpfad entlang einer der längsten Wald-Kugelbahnen Süddeutschlands, mit vielen Entdecker- und Walderlebnis-Stationen für die ganze Familie. Hier begegnen sich auf dem „Lebensweg“ mit Kunstwerken und Literatur mitten im Wald auch Natur und Religion auf eine ganz besondere Weise. Ein Höhepunkt ist dabei die Anlage St. Salvator: der eindrucksvoll an einem steilen Abhang gelegene Kreuzweg mit einer komplett in den Fels gehauenen Kapelle bietet nicht nur eine Atempause für die Seele, sondern auch einen beeindruckenden Blick über die mittelalterliche Gold- und Silberstadt.

Quellen:
schwaebisch-gmünd.de
Paus, Johannes: Willkommen im Stauferland. einhorn-Verlag. Schwäbisch Gmünd, 2015. S.24-27.